Mozarteum in Salzburg soll neuen Pausenraum aus Glas bekommen

Eine kurze Passage im Kulturteil der „Salzburger Nachrichten“ vom 5. Juni 2018 über die Neugestaltung des barocken Heckentheaters im Mirabellgarten erweckte mein besonderes Interesse. Zitiert wurde der Präsident der Internationalen Stiftung Mozarteum:
„Die Gartengestaltung steht in Zusammenhang mit unseren architektonischen Überlegungen. Die Verbindung
der Häuser Schwarzstraße 26 und 28 soll so umgebaut werden, dass mehr Raum für Publikumsfoyers und ein
barrierefreier Zugang entstehen.“ Darüber wollte ich mehr erfahren.
Ich ahnte nicht, welches Labyrinth in der Version „Irrgarten“ ich als interessierter Bürger mit meiner Neugierde betreten sollte.

Der berühmte Münchner Architekt Prof. Richard Berndl (1875–1955) gewann einen internationalen Architekturwettbewerb.
Nach seinen Entwürfen wurde von 1910 bis 1914 das Mozarteum im Münchner Jugendstil, ergänzt durch Gestaltungselemente des Barock und Klassizismus, erbaut. Die Synthese ließ ein Haus eigener Prägung entstehen; es würdigt in Gesamtkonzeption und Details den Genius loci, dem es gewidmet ist.
Das Mozarteum ist weltweit bei Musikfreunden – aber auch weit darüber hinaus – ein Begriff; seine Silhouette prägt markant das Stadtbild der Kulturmetropole. Der reich gestaffelte Monumentalbau des ausklingenden Jugendstils ist eines der letzten Gesamtkunstwerke einer verklingenden Epoche.
Selbstverständlich steht dieser „Solitär“ der Stadt Salzburg zur Gänze unter Denkmalschutz, zuletzt 1993 begutachtet und festgeschrieben (GZ 1943/1/1993).

Der Artikel stammt aus dem Denkmail der Initiative Denkmalschutz vom September 2019

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